Benjeshecke: Totholz für mehr Biodiversität
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Eine Benjeshecke ist wie ein kleines Naturwunder aus totem Holz: Aus Ästen und Zweigen entsteht ein lebendiger Zaun, der Tieren Schutz und Nahrung bietet. Ganz ohne viel Aufwand wächst so am Gartenrand ein wertvoller Lebensraum für Vögel, Igel & Co.
Die Benjeshecke - Natürlicher Lebensraum im Garten
Eine Benjeshecke ist eine aus Totholz aufgeschichtete Hecke, die als natürlicher Lebensraum für Tiere dient. Sie entsteht, indem Äste und Zweige locker zwischen Pfosten geschichtet werden, wodurch sich mit der Zeit eine dichte Struktur bildet. Die Totholzhecke fördert die Artenvielfaltund bietet Schutz für Vögel, Insekten und Kleintiere. Ausserdem ist sie eine umweltfreundliche Möglichkeit, Gehölzschnitt sinnvoll zu verwerten.
Aufbau einer Benjeshecke
Die Planung einer Benjeshecke beginnt mit der Auswahl eines geeigneten Standorts. Dabei sollte beachtet werden, dass die Hecke ausreichend Platz benötigt und nicht in Konflikt mit Grundstücksgrenzen oder behördlichen Vorgaben steht. Ein sonniger bis halbschattiger Bereich entlang einer Grundstücksgrenze, an Waldrändern oder als Windschutz ist ideal.
Anschliessend wird die Länge und Breite der Hecke festgelegt. Üblicherweise beträgt der Abstand zwischen den seitlichen Stützpfosten 50 bis 100 cm, sodass genügend Platz für das aufgeschichtete Totholz bleibt. Es ist wichtig, bereits im Vorfeld eine ausreichende Menge an Ästen, Zweigen und Strauchschnitt bereitzuhalten, um eine gleichmässige Befüllung zu ermöglichen.
Für die langfristige Stabilität der Hecke sollten stabile Holzpfosten oder dicke Äste tief genug in den Boden gesteckt werden.
Diese Tiere profitieren von einer Totholzhecke im Garten
Das aufgeschichtete Totholz bietet vielen Tierarten langfristig Lebensraum. Eine Auswahl von Tieren, die besonders von diesem Trittstein profitieren:
Käfer – zersetzen das Totholz und sind Nahrung für Vögel
Florfliegen
Würmer
Spinnen – Nahrungsquelle für Vögel und natürliche Schädlingsbekämpfung
Asseln – zersetzen Pflanzenreste und verbessern den Boden
Raupen von Schmetterlingen, die wiederum auch Nahrung für Vögel sind
Unterschlupf für den Igel oder Siebenschläfer
Vogelarten wie der Zaunkönig oder das Rotkehlchen – bauen ihre Nester zwischen den Ästen
Eine eigene Benjeshecke schaffen
Benjeshecke bauen – Anleitung für einen Trittstein
Vorbereitung des Standorts:
Wählen Sie einen geeigneten Standort, z. B. als Gartenbegrenzung oder Sichtschutz. Sprechen Sie sich vorher mit der Nachbarschaft ab, wenn die Hecke an der Grenze zum Nachbargrundstück entsteht.Pfosten setzen:
Schlagen Sie zwei parallele Reihen unbehandelter, 6–10 cm dicker Pfähle in den Boden ein. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 50 bis 100 cm betragen, je nach gewünschter Breite der Hecke. Innerhalb der Reihen lassen Sie Abstände von ca. 50 bis 150 cm, je nach Länge des Schnittmaterials.Aufschichten des Astmaterials:
Füllen Sie den Zwischenraum mit Gehölzschnitt (Äste, Zweige und Strauchschnitt) bis zur gewünschten Höhe auf. Ideal ist es, wenn das Material aus dem eigenen Garten stammt, da es so nicht entsorgt werden muss. Alternativ können Sie auch beim Werkdienst der Gemeinde oder bei Nachbarn nach Holzmaterial fragen. Um Wildbienen zu fördern, sollten einzelne armdicke Äste im oberen Bereich aufgeschichtet werden, da es dort sonniger ist und so eher von Wildbienen angenommen wird.Höhe anpassen:
Die Höhe der Hecke kann nach Belieben gewählt werden, aber eine Höhe von etwa 70 cm oder mehr ist empfehlenswert. Sägen Sie die Pfosten später auf eine gleichmäßige Höhe ab.
Benjeshecke richtig pflegen – für dauerhafte Biodiversität
Mit der Zeit senkt sich die Hecke etwas ab – sie kann dann aber von oben mit neuem Schnittgut aufgefüllt werden.
Was das aufgeschichtete Totholz besonders wertvoll macht
Um die Benjeshecke noch ökologischer zu gestalten, können Sie heimische Wildobstgehölze entlang der äusseren Ränder pflanzen. Diese bereichern nicht nur das Erscheinungsbild, sondern fördern auch die Biodiversität und bieten zusätzlich Nahrung für Insekten (zur Blütezeit) und andere Wildtiere (Früchte):
Passende Pflanzen:
Felsenbirnen
Schlehe
Kornelkirsche
Schwarzer Holunder
Zusätzlich können einige abgestorbene, markhaltige Pflanzenstängel aufrecht an die Pfähle zur «Wildbienenrakete» befestigt/gebündelt werden. Diese werden ebenfalls von Wildbienen als Nistgelegenheit genutzt. Passend sind beispielsweise Stängel/Äste von Holunder, Brombeere oder Königskerzen.






























