Ökologische Aufwertung des SBB Unterwerks
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Das Unterwerk macht deutlich, wie viel Potenzial in bislang wenig beachteten kargen Flächen für die Förderung von Pflanzen und Tieren steckt.
Biodiversität auf Infrastrukturflächen: Das Unterwerk als Naturraum
Hinter Zäunen, zwischen Gleisen, Kies und technischen Anlagen ist ein unerwarteter Naturraum entstanden. Wo früher eintönige Flächen dominiert haben, wachsen heute trockenheitsliebende Pflanzen, sonnen sich Eidechsen und finden weitere teils seltene Arten einen geschützten Rückzugsort.
Mit einfach umsetzbaren Massnahmen wie Ast- und Steinhaufen, einzelnen Wildrosen und Nistkästen für Fledermäuse hat das Team von SBB Energie dieses Unterwerk Schritt für Schritt zu einem lebendigen Ort mit hoher ökologischer Qualität umgestaltet.
Das Unterwerk liegt in einem typisch industriell geprägten Gebiet. Doch gerade diese nährstoffarmen und wenig genutzten Flächen weisen ein grosses Potenzial für sogenannte Ruderallebensräume auf, die in der Schweiz selten geworden sind. Entscheidend ist der Blick dafür, welche Natur sich an scheinbar unwirtlichen Orten entfalten kann.
Den Anstoss für die ökologische Aufwertung gab ein engagierter Mitarbeiter, der das Potenzial der Fläche früh erkannte und sich für eine naturnahe Pflege einsetzte. Dieses Engagement ist heute Teil eines breit abgestützten Ansatzes von SBB Energie. Das Projekt steht exemplarisch für die strategische Ausrichtung : Bis 2040 sollen sämtliche 86 Unterwerke biodiversitätsfreundlich gestaltet werden.
Erfolgsfaktoren für biodiversitätsfreundliche Energieanlagen
Wie oft in derartigen Projekten geht die Initiative von engagierten Einzelpersonen aus. So erkannte ein gelernter Landschaftsgärtner und langjähriger Lokführer das vorhandene Potenzial früh. Mit viel Engagement setzte er sich für die naturnahe Pflege der Flächen ein und sensibilisierte Kolleginnen und Kollegen für deren Wert.
Technische Anlagen als ökologische Trittsteine
Das Projekt steht exemplarisch für einen neuen Umgang mit Infrastrukturflächen: Technische Anlagen werden nicht mehr nur funktional gedacht, sondern auch als Teil der ökologischen Infrastruktur. Unterwerke, Trafostationen und andere Hochsicherheitsareale werden nur selten betreten und bieten dadurch wertvolle Rückzugsräume für die Natur. So entstehen notwendige Trittsteine für Pflanzen und Tiere – selbst an Orten, an denen man keine Natur erwartet.
Kennst du vergessene Flächen mit grossem Potenzial für die Natur? Versuche die Eigentümer herauszufinden, ihnen dieses Projekt zu zeigen und direkt mit der Aufwertung zu starten!
Binding Preis für Biodversität
Zukunft: 86 SBB-Unterwerke sollen naturnah aufgewertet werden
In den kommenden 15 Jahren sollen alle 86 Unterwerke von SBB Energie naturnah aufgewertet werden. Zudem hat SBB Energie den Binding Anerkennungspreis für Biodiversität 2026 gewonnen. Mit dem Preisgeld von CHF 25'000.- soll eine Aufwertung von Waldflächen unterhalb von Hochspannungsleitungen gestartet werden.






















