Genfs Biodiversität kennen und besser schützen
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In Genf wird Biodiversität dank innovativer digitaler Werkzeuge zu einem gemeinsamen Anliegen. Mit Plattformen und Informationssystemen setzen Kanton und Stadt auf Wissensvermittlung, um die Bevölkerung nachhaltig für die Natur zu sensibilisieren.
Genf – ein engagiertes Gebiet für die Biodiversität
Genf zeichnet sich durch eine starke Präsenz von Natur aus: Rund 20 % seines Gebiets bestehen aus Grünflächen, auch im städtischen Raum. Diese Nähe bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Bevölkerung für die Vielfalt des Lebens zu sensibilisieren, und bringt zugleich eine gemeinsame Verantwortung für deren Erhalt mit sich.
Vor diesem Hintergrund verankern der Kanton und die Stadt Genf die Bürgerbeteiligung und die Sensibilisierung für die Natur im Zentrum ihrer Biodiversitätsstrategien. Mit komplementären Ansätzen – insbesondere dem Hebel 3 «Renaturieren wir den Menschen» auf kantonaler Ebene und der Achse C «kommunizieren und mobilisieren» auf städtischer Ebene – setzen sie auf Wissensvermittlung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: die lokale Biodiversität besser bekannt zu machen und dadurch wirksamer zu schützen.
dansmaNature.ch: ein Tor zur Natur in Genf
Die Plattform dansmaNature.ch, initiiert vom Staat Genf gemeinsam mit zahlreichen Partnern, ist ein zentrales Instrument der Sensibilisierung. Sie vereint Informationen zu Aktivitäten, Veranstaltungen und Naturorten auf einer einzigen digitalen Plattform.
Das Portal ermöglicht es:
lokale Tier- und Pflanzenarten zu entdecken
Ideen für Naturausflüge zu finden
einen Veranstaltungskalender zu nutzen
Naturgebiete zu erkunden
Indem diese Informationen gebündelt werden, soll die Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit für Biodiversität gestärkt werden. Über die reine Information hinaus verfolgt die Plattform einen erlebnisorientierten Ansatz: Sie lädt dazu ein, Natur direkt zu erfahren und dadurch ein stärkeres Bewusstsein zu entwickeln.
Das Informationssystem des grünen Erbes: verstehen, um zu handeln
Ergänzend zu diesem bürgernahen Ansatz stellt das Informationssystem des grünen Erbes (SIPV) ein wichtiges wissenschaftliches und pädagogisches Instrument dar.
Die Plattform ermöglicht es:
natürliche Lebensräume zu kartieren
die Flora zu inventarisieren (über 1.800 Arten)
ökologische Entwicklungen zu verfolgen
Naturschutzmassnahmen zu unterstützen
Sie stellt detaillierte Daten aus Monitoringprojekten und wissenschaftlichen Kooperationen bereit und bietet damit einen präzisen Überblick über die lokale Biodiversität.
Das SIPV erfüllt dabei eine doppelte Funktion, einerseits eine Entscheidungsgrundlage für Behörden, anderseits eine Bildungsressource für Öffentlichkeit und Fachleute.
Ein kollaborativer und nachhaltiger Ansatz
Gemeinsam verfolgen diese beiden Instrumente ein Ziel: Biodiversität sichtbar, verständlich und für alle zugänglich zu machen. Diese Strategie basiert auf einer klaren Überzeugung: Wer die Natur kennt, beginnt sie zu schützen.
Diese Initiativen beruhen auf einer Zusammenarbeit zwischen: öffentlichen Institutionen (Kanton und Stadt), Wissenschaft und Fachbüros , lokalen Organisationen, Bürgerinnen und Bürgern. Dieses partizipative Modell ermöglicht es, Wissen zu bündeln und die Wirkung der Sensibilisierungsmassnahmen zu verstärken.
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